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Aus dem Leben der Strudlwirtin

Aktualisiert: 27. Okt 2018



Als sich im Jahr 1946 Hilda und Hansl Kogler das erste Mal bei einer Zugreise begegneten, funkte es beim ersten Augenkontakt. Aus diesem Funken wuchs ein kleiner Engel – 1947 kam die kleine Elisabeth zur Welt, mit zarten 1,6 Kilo. Zum Glück hat sie seit dem das ein oder andere Kilo zugelegt.

Lisbeth, wie sie seit je her von allen genannt wird, ist die älteste der drei Kogler-Kinder und ihrer Mutter Hilda sehr ähnlich – nicht nur rein äußerlich. Auch sie prägen seit ihrer Kindheit Attribute wie Fleiß, Engagement und Freude an ihren Aufgaben.

Früher konnten sich die Kinder zwar aussuchen was sie gerne werden wollen wenn sie groß sind, doch gefiel der Berufswunsch den Eltern nicht, wurde dieser selbstredend kurzerhand zerschlagen – so auch bei Lisbeth. So gerne wäre sie entweder Kriminalbeamtin oder Fotografin geworden…

Heute ist sie selbst pensionierte Hotel-Chefin in Dienten am Hochkönig – das Führen kann sie jedoch immer noch nicht ganz sein lassen. Immerhin war sie es, zusammen mit ihrem Mann Werner, die die Strudlstube und das Landhotel zu dem gemacht haben, was es heute ist.

Hilda und Hans waren sehr weitsichtig und konnten fast schon in die Zukunft schauen. Trends setzten sie, bevor andere überhaupt davon wussten oder mit dem Gedanken spielten. Die Idee mit der „Strudlstube“ überkam Hilda beinahe im Schlaf und diese musste sie sogleich ihrer Tochter mitteilen. Auch wenn Lisbeth anfangs zögerte, sie machte es dann doch und schon am ersten Tag, rannten ihr die Gäste fast das Haus ein, nur um einen ihrer selbstgezogenen Strudl zu ergattern.

Man stelle sich das mal vor: ganz ohne Facebook, Instagram und Twitter – einfach so!

Ein absoluter Freudentag in Lisbeth’s Leben war der Tag, bevor sie eingeschult wurde. Zusammen mit ihrem Bruder Gerhard (damals 4 Jahre) und den Eltern Hilda und Hans fuhren sie auf die Tauplitzalm und verbrachten dort einen einzigartigen Wandertag, der ihr bis heute in Erinnerung blieb.

Und auch liebt sie es bis heute mit ihren Brüdern Karten zu spielen. Diese Liebe rührt nicht von irgendwo: früher hatte ihnen ihr Vater immer verboten, Karten zu spielen, er hielt es für keine sonderlich angemessene Freizeitbeschäftigung für junge Mädchen und Burschen. Er selbst jedoch nutzt das ein oder andere Mal die Gelegenheit mit Freunden und Bekannten zusammen eine oder mehrere Runden zu spielen.

Bei einem Ausflug nach St. Pölten mit einem lieben Stammgast nutzte Lisbeth, damals 12 Jahre, die Gunst der Stunde um dieses „Teufels-Spiel“ zu erlernen.

Heute sitzt sie oft noch Nächte lang mit ihren beiden Brüdern bei einem mal mehr mal weniger guten Blatt. „Sonst spielt ja niemand mit mir…“ sagt sie.

Wenn einer von den lieben Lesern also in der Nähe des Hochkönigs herumschwirrt und ebenso gerne Karten spielt, schauen Sie doch im Landhotel Schafhuber vorbei…

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