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Das Leben des Johannes K.


Oftmals ist es so, dass Kinder, ganz unfreiwillig, die Nachfolge im elterlichen Betrieb antreten und einfach in eine Aufgabe hineingeboren werden, die ihnen nicht sonderlich liegt.

Bei Johannes, dem Chef des Hauses, war das jedoch ganz anders.

Zwar wusste er bereits als kleiner Junge das er entweder Wirt oder Bauer werden wollte, die Übernahme des Hotels war dagegen aber nie wirklich eine Debatte. Er wurde von seinen Eltern, Ruth und Gerhard, keinesfalls dazu genötigt und gedrängt ins Familiengeschäft einzusteigen.

Doch irgendwann in der Hauptschule beschloss er dann, dass er Koch werden möchte. Seine Laufbahn in der Küche führte ihn über die Jahre in alle möglichen, noblen und ausgezeichneten Restaurants und Hotels.

Schließlich, 2010, war es dann aber so weit. Die Generation 2.0 mit Chef Gerhard ging in den verdienten Ruhestand - sofern man das so nennen kann. Gerhard ist auch jetzt noch immer ein verlässlicher Ex-Chef, der ganz selbstverständlich und immer für den Betrieb und seinen ältesten Sohn da ist.

Mit der Eröffnung der Grimmingtherme 2009 und der Mittersteinbahn 2010 startete eine neue Ära für Bad Mitterndorf und das war für Johannes der perfekte Zeitpunkt um auch dem Hotel Kogler einen neuen Stempel aufzudrücken.

Alle, die Johannes bereits kennen und kennenlernen durften wissen, dass er ein von Herzen guter und fröhlicher Mensch ist. Die Tage, an denen er mal, wie er sagt „mit dem falschen Fuß aufgestanden ist“, sind sehr selten. Die Position als Chef im Hotel Kogler ist bei ihm im wahrsten Sinne des Wortes auch Berufung. Das spüren nicht nur seine loyalen Mitarbeiter, sondern auch die Gäste und die zahlreichen Stammgäste, die immer wieder gerne die Familie Kogler besuchen.

Eine kleine, persönliche Anekdote noch zum Abschluss:

Im Garten des Hotel Kogler stand früher ein Karussell, dieses wurde mit 5 Schilling Münzen betrieben. Als Sohn bzw. Söhne des Hauses, Sebastian war ja auch immer mit von der Partie, war es für die beiden Kogler Jungs selbstverständlich, die Gäste (hauptsächlich natürlich die hübschen Mädchen) auf eine Runde im Kettenkarussell einzuladen. Doch woher hat man die 5 Schilling genommen?

Ein ungeschriebenes „Gesetz“ beim Kogler hieß: Liegen die 5 Schilling Münzen am Boden, gehören sie dem Finder. Da der schlafende Hotel-Chef in seiner wohlverdienten Zimmerstunde des Öfteren vor dem Fernseher einschlief und dabei das Trinkgeld aus den Taschen kullerte, fiel dieses Geld in die Kategorie: Gehört mir! Und so konnten Johannes und Sebastian die eine oder andere Karussell-Runde schmeißen und beim Ausleeren des Geld-Faches freute sich Gerhard dann über die tollen Einnahmen.

Andere, ich nennen sie mal, „Schandtaten“, gehören hier besser nicht in die Öffentlichkeit. Doch Johannes erzählt bestimmt gern bei einem Achterl Wein über die Geschichten aus seiner Kindheit…

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