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Hotelerbe i.R.

In der heutigen Geschichte dreht sich alles um den Hotelerben im Ruhestand: Johann Gerhard Kogler, auch als Giovanni bekannt, und seine Frau Ruth.



Genau wie seine Schwester Elisabeth (ihr wisst, die Strudlwirtin aus einer früheren Geschichte) stammt Johann Gerhard Kogler eigentlich aus dem Paltental, aus Dietmannsdorf bei Trieben. Dort sollte er den Hof seiner Tante Sophie übernehmen, doch sein strenger Vater Hansl hatte andere Pläne mit seinem ältesten Sohn. Er sah Gerhard immer als Nachfolger für die Pension Kogler in Bad Mitterndorf. Da hatte der kleine Spross keine Wahl – und er wollte auch nicht wählen. Für ihn war es selbstverständlich, dass er nach seinen Eltern den Betrieb weiterführen würde und er hatte große Visionen für die kleine Pension.

Bevor Gerhard jedoch in die Pläne seines Vaters eingeweiht wurde, gab es oft hitzige „Duelle“ zwischen ihm und seiner großen Schwester, wenn die Eltern mal verreist waren und den beiden die Leitung des Betriebes übertrugen.

Zwei starke Persönlichkeiten trafen hier aufeinander und dass diese manchmal nicht auf die feine Art ausgetragen wurden und sie sich hier nicht nur stürmische Wortgefechte lieferten gehörte halt auch dazu.

In der Familie Kogler war das schwächere Geschlecht nie wirklich das schwächere Geschlecht. Alle Frauen waren durchsetzungsstark, fleißig und hatten nie Scheu davor, auch mal den Mund aufzumachen.

Diese bewundernswerten Eigenschaften fand Gerhard später auch in seiner Frau. Wie vielen schon aufgefallen sein wird, ist Ruth jetzt keine gebürtige Einheimische. Die dynamische Frau an Gerhards Seite stammt ursprünglich aus Deutschland und kam über eine Freundin nach Bad Mitterndorf.

Ruth war bei ihrem ersten Urlaub hier (1983) eine junge Frau, gerade mal 28 Jahre alt und wollte sich selbstredend mit ihrer Freundin amüsieren und das Bad Mitterndorfer Nachtleben erkunden.

Sie erinnert sich an das bekannte „Bermuda-Dreieck“ welches aus den Lokalitäten Weinstube, Kasperer und dem Kurcafé bestand. So häuselte sie sich mit ihrer Freundin von Lokal zu Lokal, der Abschluss fand dann immer bei Giovanni in der Weinstube statt.

Etwas außerhalb beim damaligen Hotel Hübler war der „Windkanal“ ein weiteres Highlight in der Bad Mitterndorfer Nachtszene. Doch bis zum Hübler war es ein ganz schönes Stück zu gehen, sodass Ruth Giovanni gekonnt um den Finger wickelte und ihn bat, ihr Taxi zu sein. Doch auch Gerhard, nicht blöd, erwartete als Gegenleistung, dass die zwei lustigen und interessanten Damen vorher halfen, die Tische abzuräumen und wieder klar Schiff zu machen – so hatten beide was davon und kamen sich schließlich näher.

Und was aus dieser Liebesgeschichte entstand, wisst ihr… aber den EINEN Sohn, den kennt ihr noch nicht. Kogler 3.0 gibt’s erst beim nächsten Mal.

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