Suche
  • Maktub

Wer hat’s erfunden?


Auf den Knien hockend, bittend, zitternd kauerten Johannes und Marion eines schönen Tages vor meiner Tür. Sie bettelten und flehten mich an, ihnen einen Hotelblog zu schreiben. Immerhin sei ich die Einzige die fähig wäre, diese würdevolle Aufgabe zu übernehmen. Sie lobten und priesen mein Talent und schließlich konnte ich nicht anders und stimmte zu. Freudentränen kullerten über ihre Wangen, sie warfen sich mir um den Hals und der Stein, der ihnen von den Herzen fiel war mächtig.

So oder so ähnlich erzähle ich für gewöhnlich die Geschichte, wenn ich gefragt werde, wie ich dazu kam, für Johannes und Marion diesen Hotelblog zu schreiben.

Die, die mich kennen wissen, dass „frei erfunden“ ein Hilfsausdruck für diese Geschichte ist (so viel zu: Fernsehen tötet die Phantasie – pfff!).

Es ist wie so oft einfach die richtige Zeit gewesen und der richtige Ort, an dem sich unsere beruflichen Wege nicht nur kreuzten sondern jetzt auch in dieselbe Richtung führen.

Wie wir von Johannes ja bereits wissen, ist er nicht der steife Hotelier oder Chef, wie in vielen anderen (vorrangig großen) Firmen.

Mein großes Glück war es, dass Johannes und ich uns schon seit meiner Geburt kennen. Wir sind zusammen aufgewachsen, haben vieles zusammen erlebt, viel zusammen gemacht und kennen einander doch schon ein kleines bisschen. Das erleichterte mir den Anfang für diesen Blog und die Zusammenarbeit erheblich. Johannes wusste, dass ich nicht der Typ bin, der alles als „malerisch“ und „traumhaft“ betitelt. Es gibt genug Malerisches auf der Welt und irgendwann gehen die „malerisch“ aus und dann steht man da.

Auch aus meiner Kindheit, verbunden mit dem Hotel Kogler, möchte ich eine kleine Anekdote zum Besten geben:

Johannes und Sebastian haben früher hinter dem Haus auf dem großen Baum immer ein Baumhaus gebaut. Meine Schwester und ich verbrachten fast jeden Tag drüben, um bei der Errichtung dabei zu sein. Ich erinnere mich an die Aufgabenverteilung für dieses Bauvorhaben. Meine Schwester und ich mussten Sachen holen, schleppen, bringen, tragen, halten und Johannes und Sebastian waren für den baulichen Fortschritt verantwortlich. Sie sagten uns quasi, wie sie was haben möchten. Schon damals war klar, dass in unserem Johannes ein kleiner Chef steckt, der es prima verstand zu delegieren.

Als dann die erste Plattform stand, waren die Männer so mutig und bestiegen diese als erstes – man möchte die Mädchen ja nicht in Gefahr bringen. Als die Sicherheit aber dann festgestellt wurde, hieß es von oben: „Ihr hobts koan Plotz mehr, hihihihihi! (Ihr habt keinen Platz mehr!)“ und so standen meine Schwester und ich unten, schauten auf das tolle Werk und bewunderten es vom Boden aus.

Inzwischen hat sich Johannes aber natürlich weiterentwickelt und lässt auch schon mal ein Mädchen auf sein Baumhaus – zumindest mich als Tochter seines Onkels, als seines Vaters Nichte und als seine Cousine.

Ich begrüße und bedanke mich bei allen, die bereits Freunde unseres Blogs sind. Die unsere Geschichten verfolgen und uns so ein wertvolles Feedback zurückgeben. Es ist schön, dass es noch Menschen gibt, die Lesen, die nicht immer alles so ernst nehmen und die es ermöglichen, dass man in aller Munde ist.

115 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen